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  • Nachhaltige Waldbewirtschaftung

    Zwischen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft

Nachhaltige Waldbewirtschaftung
betrachtet Wald gesamtheitlich

Bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung spielen Umweltfaktoren eine genauso wichtige Rolle, wie wirtschaftliche oder gesellschaftliche Faktoren. Der Wald wird also ganzheitlich betrachtet. Dabei wirken sich sich positive Auswirkungen in einem Bereich oft positiv auf die anderen Bereiche aus.

So führen kompetent durchgeführte Pflegemaßnahmen beispielsweise zum Erhalt von Arbeitsplätzen und verstärkter Nutzung des erneuerbaren Rohstoffes Holz. Dies spart fossile Rohstoffe ein und bewirkt zudem, dass langfristig CO2 in Wald und Holz gespeichert werden kann. Zudem wird die Artenvielfalt und die Fruchtbarkeit des Standortes erhöht. Das wiederum führt zu verbessertem Holzzuwachs, in dem wiederum mehr CO2 gespeichert werden kann.

Umwelt:
Wald als CO2-Speicher

Die ökologischen Ziele der nachhaltigen Waldwirtschaft werden immer wichtiger. Eine gezielte Waldpflege sorgt dafür, dass der Wald erhalten und gesund bleibt und passt ihn an die sich verändernden klimatischen Bedingungen an. Dadurch kann er weiterhin als Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen und Tiere dienen, wichtige Schutzfunktionen für Mensch & Umwelt bereitstellen und seine Rolle als CO2-Speicher erfüllen.

Das im Rahmen des Wachstums der Bäume fixierte Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) wird nicht nur im stehenden Holz des Waldes gespeichert. Es bleibt auch langfristig in Holzprodukten wie beispielsweise Papier oder Möbeln gebunden. Einmal im Holz „gefangen“, verbleibt das CO2 dort in Form von Kohlenstoff bis zu einer möglichen Verbrennung oder Umsetzung durch Mikrolebewesen. Man spricht deshalb auch vom klimaschützenden „Holzproduktspeicher“ – dem Endlager für klimaschädliches CO2.

Wirtschaft:
Wald schafft Strukturen

Der Wald leistet auch im wirschaftlichen Bereich einen wichtigen Beitrag. Waldeigentümer generieren durch nachhaltige Waldbewirtschaftung Erlöse.

Über eine gezielte Waldpflege und Wertschöpfung sowie regelmäßige Nutzung wird das Engagement der Waldeigentümer finanziell belohnt. Durch die Erschließung zusätzlicher Holzmengen, welche dem Markt zugeführt werden, erhöhen sich die Steuereinnahmen für den Staat. Im Ergebnis wird unsere Volkswirtschaft gestärkt.

Die Entwicklung des ländlichen Raumes wird darüber hinaus durch die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Forst- und Holzwirtschaft gestärkt, da der so wichtige erneuerbare Rohstoff Holz produziert und im Rahmen der Wertschöpfungskette verarbeitet werden kann. Vor allem in den ländlichen Gebieten ist das Cluster „Forst und Holz“ ein sehr wichtiger Arbeitgeber.

Gesellschaft:
Der Wald als Erholung

Für unsere Gesellschaft stellt der Wald einen bedeutenden Zufluchtsort dar. Dies gilt insbesondere in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland. Er ist für viele ein wichtiger Raum für den Ausgleich vom Arbeitsalltag und die individuelle Freizeitgestaltung.

Deshalb wird bei einer nachhaltigen Waldwirtschaft auf den Schutz der Natur geachtet und der Erholungsraum Wald wird gezielt erhalten.

Darüberhinaus dient der Wald als Ort der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung sowie der Wissenschaft.

Den Rohstoffbedarf über heimisches Holz decken

Die Bewirtschaftung unserer heimischen Wälder ist streng reguliert. Seit mehreren hundert Jahren folgen unsere Förster dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Dennoch importiert Deutschland jährlich steigende Mengen an Rohholz, da unser Bedarf schon lange nicht mehr gedeckt werden kann. Viele Importe kommen häufig aus Ländern, in denen Forstwirtschaft bereits per Gesetz wesentlich weniger Nachhaltig betrieben wird. Durch die Förderung der nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland können wir aktiv einen wichtigen Beitrag zur umweltschonenden Deckung des weltweiten Holzbedarfs leisten und gleichzeitig das Klima schützen.